Warum nicht schon früh genug so planen, dass es auch im Alter noch passt? Was einem im Alter das Leben erleichtert, macht es in jungen Jahren nicht schwieriger.

Ein großes Stichwort ist „barrierefrei wohnen“. Ohne große Umbaumaßnahmen kann man Stolperfallen wie Schwellen oder rutschende Teppiche beseitigen. Eine bodengleiche Dusche macht den Einstieg leichter, und Griffe sowie Schalter können das Leben erheblich vereinfachen. Es gibt sie mittlerweile auch in schönen Designs, die nicht direkt wie Krankenhaus anmuten.

Viel Komfort erhält man durch bewegungsgesteuerte Beleuchtung. Der nächtliche Gang ins Bad, bei dem man aus Bequemlichkeit nicht das Licht einschaltet, ist leider oftmals eine Gefahr, und das muss nicht sein. Was oft unterschätzt wird, sind Möbel in der sogenannten Komforthöhe. Ich kann aber nur zu Sesseln oder Betten, die in der Höhe angepasst sind, raten. Der Ein- oder Ausstieg wird dadurch ungemein erleichtert. Man startet direkt ganz anders in den Tag.

Licht ins Dunkel ist auch ein wichtiges Stichwort: Viele kleine Lichtinseln sind hübsch und praktisch. Natürlich dient dies zur Gemütlichkeit, aber zur Orientierung leistet Licht auch wunderbare Dienste. Wenn man nachts im Flur eine kleine Akzentleuchte – mit LED-Leuchtmittel ausgestattet – leuchten lässt, verhindert dies Orientierungslosigkeit und sorgt gleichzeitig für Behaglichkeit. Für die Sparfüchse: Es gibt LED-Leuchtmittel auch mit Bewegungsmelder.

Es sollte aber nicht nur ans Haus gedacht werden. Auch der Garten sollte im Alter pflegeleichter angelegt werden.

Hochbeete entlasten den Rücken, und professionelle Hilfe für schwere Arbeiten, die früher leichter von der Hand gingen, ist ratsam. So können die Zeit und die Kraft für die Arbeiten im Garten genutzt werden, die auch wirklich Spaß machen. Altersgerecht hin oder her, man sollte nie vergessen, dass die eigenen vier Wände nicht nur aus pragmatischer Sicht gestaltet sein sollten. Denn das Zuhause ist immer Mittelpunkt des Lebens und Rückzugsort an stressigen und unausgeglichenen Tagen.

Es ist daher besonders wichtig, dass man die Wohnung oder das Haus nach eigenen Vorstellungen gestaltet und sich so seine ganz persönliche Wohlfühloase schafft. Nichtsdestotrotz kann man durch Modernisierung spätere Hürden des Alltags beseitigen und sich, schon bevor es zu spät ist, für das Alter rüsten. So lässt es sich auch im Alter komfortabel und sorgenfrei leben.