Barrierefreies Wohnen liegt im Trend. Ein Grund dafür ist der demografische Wandel: Nach Prognosen des Statistischen Bundesamtes verdreifacht sich bis 2050 der Anteil der über 80-Jährigen in Deutschland auf 14 Prozent. Eine durchdachte Einrichtung hat nicht nur für Senioren viele Vorteile, sondern bietet allen Menschen mehr Komfort. Mit ein paar einfachen Kniffen lässt sich jedes Haus umrüsten.

Wer barrierefrei wohnen will, kann einerseits bauliche Veränderungen vornehmen: Ebenerdige Duschkabinen oder Rampen machen den Alltag zwar leichter, sind aber kostspielig. „Viel Komfort lässt sich auch mit weniger Aufwand erzielen, etwa durch den Einsatz spezieller Technik“, weiß Experte Wilhelm Rademacher vom Elektronik-Hersteller WIR elektronik.

Stolperfallen adé

Funktelefone oder W-LAN-Laptops machen Kabel überflüssig. Auch Drucker, Fernseher oder andere Abspielgeräte sind mittlerweile ohne Strippe erhältlich und helfen, Kabelsalat zu vermeiden. Wer beim Neukauf auf die entsprechende technische Ausstattung mit Bluetooth, W-LAN und Co. achtet, merzt Stolperfallen im Haushalt aus.

Smart statt Sport

Wenn beim Bücken der Rücken ziept oder die Körperkraft manchmal fehlt, hilft intelligente Haustechnik wie automatische Türöffner oder elektronische Gurtwickler. Sie unterstützen das Öffnen und Schließen von Türen oder Rollläden und lassen sich überall nachrüsten. Die Lebensqualität steigt – auch weil sie durch einen zuverlässigen Schließmechanismus Energie sparen und Einbrecher abhalten.

Alles im Blick mit dem Steuerbord

Sind Fenster und Rollläden geschlossen? Ist die Heizung richtig temperiert? In welchen Räumen brennt noch Licht? Der abendliche Kontrollgang durchs Haus nimmt mitunter viel Zeit in Anspruch. Bequemer geht es mit einem mobilen Steuerbord, das sich vom Sofa aus bedienen lässt. „Das Schlagwort lautet 'Smart Home'“, weiß Wilhelm Rademacher. „Technik macht in Zukunft barrierefreies Wohnen für jeden möglich und erschwinglich.“


Ein Haus ist nur so gut wie seine Technik

Wohn-Visionär Wilhelm Rademacher zum Zukunftstrend Smart Home

Er gilt als Erfinder des elektronischen Gurtwicklers und tüftelte schon vor 40 Jahren erfolgreich an automatischen Antrieben für Garagen oder Türen. Heute entwickelt der Unternehmer Wilhelm Rademacher mit „WIR elektronik“ Produkte, die Wohnen komfortabler machen. In „Gesund und glücklich im Alter“ verrät er uns, wie das geht.

Das Schlagwort Smart Home begegnet uns gerade überall. Was verbirgt sich dahinter?

Im Smart Home ersetzt intelligente Technik lästige Routinen. Wir alle wissen beispielsweise, wie mühsam das Öffnen und Schließen von Rollläden ist. Im Smart Home entfällt diese Tätigkeit, elektronische Gurtwickler übernehmen sie. Das Smart Home bietet besonders Senioren, den sogenannten Best Agern, einen Komfort, den sie sich in diesem Lebensabschnitt wünschen.

Statt Kraft brauche ich jetzt also Köpfchen?

Nicht mal das (lacht). Bei unserem Beispiel, den elektronischen Gurtwicklern, sorgen auf Wunsch Sensoren dafür, dass die Rollläden schließen, sobald es dämmert. Die Programmierung entfällt, Stecker in die Buchse und los geht’s!

Ähnlich einer modernen Heizungssteuerung: wird ein Fenster geöffnet, schaltet die Heizung ab.

Nun leben Best Ager häufig in Häusern aus den Siebziger- und Achtzigerjahren …

… was kein Problem ist, denn Smart-Home-Komfort lässt sich problemlos nachrüsten. Zum Beispiel wird unser elektronischer Gurtwickler eWickler einfach gegen das manuelle Modell getauscht. Voraussetzungen: ein Gurtkasten ab 36 Millimeter Breite und eine 230-Volt-Stromversorgung.