Wie kamen Sie auf die Idee, einen Blog zu starten?

Irgendwann sagte jemand, dass man im Zeitalter von Facebook und Twitter mit dem Bloggen gar nicht mehr anfangen brauche. Für mich ist das ziemlicher Unfug. Denn in der Kommunikationsgeschichte hat nie ein neues Kommunikationsinstrument ein altes komplett verdrängt. Selbst Rauchzeichen gibt es noch, der Vatikan nutzt sie nach wie vor bei jeder Papstwahl. Also habe ich überlegt: Für was kannst du dich begeistern? Denn ohne Begeisterung gibt es kein erfolgreiches Bloggen. Da kam ich zwangsläufig auf meine Enkelkinder, sodass der gedankliche Schritt zu Opas Blog – Gedanken eines Großvaters nicht weit war.

In Ihrem Blog spielen Ihre Enkelkinder eine große Rolle. Wie viel und was unternehmen Sie gemeinsam mit ihnen? Inwieweit ist Ihre Familie in den Blog involviert?

Enkel sind etwas Großartiges – wohl für alle Großeltern. Und wir haben das große Glück, dass sie direkt in unserer Nähe wohnen, sodass wir sie regelmäßig sehen. Natürlich sind wir auch die Feuerwehr, wenn’s brennt. Vor allem meine Frau springt dann ein. Wenn es auch bei mir gerade passt, machen wir gemeinsam etwas. Letztens sind wir in Beelitz-Heilstätten gewesen und auf dem Baumkronenpfad gewandelt. Das wurde natürlich verbloggt – wobei die Familie immer das letzte Wort hat, ob etwas öffentlich wird oder nicht.

Ein großes Hobby von Ihnen ist das Kochen. Wie kam es dazu?

Eigentlich habe ich immer schon gekocht. Wie ich auf das heutige Niveau gekommen bin, kann ich nicht einmal sagen. Ich habe mich beim Kochen einfach gut entspannen können. Dabei bin ich wohl immer besser geworden – sagen jedenfalls die anderen.

Was machen Sie zudem in Ihrer Freizeit?

Freizeit ist für Selbstständige eigentlich ein Fremdwort. Aber KINDER | KOCHEN (www.kinder-kochen.org) nimmt neben meinem Unternehmen butterfly communications | mittlerweile die meiste Zeit in Anspruch. KINDER | KOCHEN ist ein Verein, der Kochpaten an Grundschulen vermittelt, die dann dort Kochkurse für ganze Klassen abhalten. Das ist eine Riesensache und kommt bei Kindern, Eltern und Lehrern unglaublich gut an.

Was möchten Sie der 60Plus-Generation mit Ihrem Blog vermitteln?

Die ist nicht mal die Hauptzielgruppe. Denn die Mehrzahl meiner Leser ist im Alter meiner Kinder und hofft, auf dem Blog zu erfahren, was ihre Eltern so denken. Wenn ich eine Botschaft an die über 60-Jährigen formulieren soll, dann will ich den Bluesmusiker B. B. King zitieren: Wer aufhört zu lernen, ist tot.