Am besten, man passt den Wohnraum frühstmöglich und Stück für Stück an die sich verändernden Bedürfnisse an. So profitieren bereits Best Ager vom gesteigerten Komfort, der sie zugleich sicher für die Zukunft aufstellt. Einfache Technik für das Hier und Jetzt.

Bevor das eigene Zuhause aber aufgerüstet wird, gilt es herauszufinden, was überhaupt eine sinnvolle Unterstützung für den Einzelnen ist und was möglicherweise eher überfordert statt hilft. Smart Home, Ambient Assisted Living (AAL) beziehungsweise Active Assisted Living – für viele schwingt in diesen Wörtern noch etwas Futuristisches mit.

Aus diesem Grund und weil es zu kompliziert für Techniklaien klingt, tauchen viele nicht weiter in die Thematik ein. Bei komplexen Systemen muss in der Tat zunächst einiges an Zeit und Geld investiert werden, bis alles reibungslos läuft. In kleinerem Rahmen lohnen sich aber Nachrüstsysteme, die einen einfachen Start in das Themenfeld ermöglichen – so freundet man sich langsam, aber sicher mit den neuen Alltagshelfern an.

Licht ist Leben

Ein technischer Helfer setzt beispielsweise ganz elementar beim Licht an, denn für eine altersgerechte Wohnung spielt auch der Zugang zum Sonnenlicht eine entscheidende Rolle. Das natürliche Licht hilft, die innere Uhr zu stellen und mit positiver Stimmung in den Tag zu starten. Doch selbst wenn Fenster in ausreichender Menge und Größe vorhanden sind, kann es Hindernisse in Form von zu schweren Rollläden geben, die älteren Bewohnern den Weg zum Tageslicht erschweren.

Smarte Systeme, die sich leicht integrieren lassen, machen aus manuellen Rollläden schnell elektronisch bedienbare. Clevere Nachrüstsysteme lassen sich zudem mit einem Sensor so einstellen, dass die Rollläden je nach Sonneneinfall hoch- und runtergezogen werden. So ist zu jeder Zeit mit einfachen und kostengünstigen Mitteln für die perfekten Lichtverhältnisse gesorgt. Und das wiederum macht sich sofort auch in der Lebensqualität bemerkbar.

Das Beispiel zeigt: Technik für mehr Komfort im Alter muss nicht zwangsläufig kompliziert sein. Viele Nachrüstsysteme für ein smartes Zuhause lassen sich im Internet bestellen und sind einfach montiert. Eine gute Alternative ist es, mit dem Elektriker des Vertrauens über die Möglichkeiten von Nachrüstsystemen wie elektronische Gurtwickler zu sprechen. Traut man sich die Montage selbst nicht zu, helfen die Fachleute und können die Systeme auf Wunsch dann auch in eine Hausautomationszentrale einbinden.

Drei Techniktipps zum Nachrüsten

1. Lassen Sie die Sonne rein

Das Hochziehen der Rollläden kann sehr beschwerlich sein, das gilt ganz besonders bei Rückenleiden. Eine Alternative zu manuellen Rollladengurtwicklern sind elektronische Systeme, die vollautomatisch per Zeitsteuerung, Sonnensensor oder Fernbedienung reagieren und sich ganz einfach nachrüsten lassen.

2. Sesam, öffne dich

Selbst das Öffnen einer normalen Innentür kann mit einem Handicap oder ganz einfach weil die Kraft nachlässt, sehr beschwerlich sein. Ein elektronischer Türantrieb, der das Öffnen und Schließen der Türen unterstützt, kann in diesem Fall den Alltag deutlich erleichtern.

3. Alle auf einen Streich

Zu Hause sind bereits Markisen oder Rollläden vorhanden, die sich elektronisch steuern lassen – nur jedes Gerät muss einzeln bedient werden? Rüsten Sie einfach nach: Durch Anbindung an ein Funksystem lassen sich die Systeme zentral steuern, entweder per Funkfernbedienung oder durch Anbindung an eine zentrale Steuereinheit. Das spart viele Wege und bringt Komfort per Knopfdruck.