Um aber die Gesundheit und die Lebensqualität bis ins hohe Alter zu bewahren, ist die gezielte Gesundheitsvorsorge von zentraler Bedeutung. Denn körperliche Belastungen und Alterserscheinungen wirken sich auch auf den Bereich der Mundhöhle aus. Dies macht sich in spezifischen Munderkrankungen bemerkbar. Die Zahnheilkunde zeigt uns heute Wege auf, durch prophylaktische Maßnahmen und neue Behandlungsmethoden Zahn- und Munderkrankungen des reiferen Gebisses vorzubeugen und erfolgreich zu behandeln. So ist es zunehmend möglich, natürliche Zähne fast ein ganzes Leben lang zu erhalten.

Zahnfleischentzündungen vorbeugen

Im Alter wächst das Risiko von Zahnfleischentzündungen, die medizinisch als hormonelle Gingivitis bezeichnet werden: Das Zahnfleisch wird lockerer,  schwillt an und Bakterien haben freie Bahn in den Zahnfleischsaum. Die Folge: Zahnfleischbluten. Aus diesem Grund ist es ratsam, neben der regelmäßigen professionellen Zahnreinigung und den Kontrollbesuchen beim Zahnarzt, die Zähne sowie das Zahnfleisch deutlich mehr zu pflegen. Hierzu gehört ergänzend zum zweimal täglichen Zähneputzen vor allem auch die Zahnzwischenraumreinigung – beispielsweise mit Interdentalbürsten.

Ein Tipp für die zusätzliche Reinigung zwischendurch sind Dental Sticks mit weichen Silikonlamellen. Sie reinigen einfach und effektiv zwischen den Zähnen und massieren dabei sanft das Zahnfleisch. Hat sich das Zahnfleisch bereits entzündet, kann in Absprache mit dem Zahnarzt ein minzfrisches Spezialgel über einen kurzen Zeitraum zusätzlich zum Putzen angewendet werden. Es wirkt antibakteriell und hat einen Anti-Plaque-Effekt. Einfach mit einer Zahnzwischenraumbürste in die Zwischenräume einbringen.

Mundtrockenheit nicht unterschätzen

Der Speichel spielt bei der Kariesbekämpfung eine entscheidende Rolle. Er hat eine antibakterielle Wirkung auf das Wachstum von Bakterien, trägt zu einer Mineralisierung des Zahnschmelzes bei und schützt die Zähne vor Säureangriffen. Im Alter nimmt der Speichelfluss langsam ab. Der regelmäßigen Zahnpflege muss daher Beachtung geschenkt werden, um die schädlichen Bakterien zu minimieren.

Auch hier gilt: dazwischen gehen! Zahnseide oder Interdentalbürsten gehören unbedingt in das heimische Repertoire der Mundhygieneprodukte. Komplettiert wird die Mundhygiene mit einem Zungenreiniger, denn auch hier lassen sich die Bakterien liebend gerne nieder.

Pflege für die Dritten

Haben bereits einige Zähne „die Rente eingereicht“, kann das Lächeln dank Brücken, Implantaten oder Prothesen noch immer strahlen. Doch wer jetzt denkt, dass sich damit auch die Zahnpflege beenden lässt, liegt falsch. Künstlicher Zahnersatz kann zwar nicht erkranken, ist jedoch auf ein gesundes Zahnfleisch für einen festen Halt angewiesen.

Hier bieten sich Spezialzahnbürsten, wie abgewinkelte Implantatbürsten zur Reinigung der Oberflächen der Innenseite des Implantats sowie Implantat-/Orthodontiebürste mit schmalem Bürstenkopf zur Pflege der Außenflächen an. Für besondere Präzision an schwierigen Stellen empfiehlt sich der Griff zur Einbüschelbürste mit einem abgerundeten Borstenbüschel.

Tipp: Alles besser im Griff haben

Gerade im höheren Alter, wenn es auf eine besonders konsequente Zahnpflege ankommt, lassen häufig nötige Sehkraft und Geschicklichkeit nach. Wer bei einer manuellen Zahnbürste anstelle einer elektrischen bleiben möchte, gibt es praktische Griffverstärker. Mit ihm hat man die Zahnbürste wieder fest im Griff.