Laut einer aktuellen, bundesweiten Befragung unter insgesamt 222 Ärzten wird jeder zweite in seiner täglichen Arbeit mit diesem Problem konfrontiert. In Krankenhäusern soll im Schnitt jeder vierte Patient mangelernährt sein.

Unterschätzte Fehlentwicklung

Erschwerend kommt hinzu, dass die Malnutrition gesellschaftlich noch stark unterschätzt wird. Wenn die Oma immer dünner wird, akzeptieren das Angehörige und Mediziner oft als normale Alterserscheinung.

Nicht selten sind bestimmte Medikamente die Ursache für Mundtrockenheit und Gewichtsverlust.

Ein kraftloser Händedruck, dünne Arme und Beine, schuppige Haut oder eingerissene Mundwinkel sind schon äußerlich erste Merkmale dieser Fehlentwicklung.

Für die Mangelernährung kann es verschiedene Ursachen geben: Eine Rolle spielen kranke Zähne oder schlecht sitzende Prothesen, die das Kauen erschweren. Die Betroffenen vermeiden dann in der Folge feste Nahrung und wählen einseitige Kost mit weicher Beschaffenheit. Auch regelmäßiges Trinken wird oft vermieden.

Hinzu kommen Schluckbeschwerden, die häufig bei Tumorerkrankungen und bei älteren Menschen auftreten, aber auch fehlender Appetit und Geschmacksstörungen. Nicht selten sind bestimmte Medikamente die Ursache für Mundtrockenheit und Gewichtsverlust. Der geht auch oft einher mit chronischen Erkrankungen wie COPD, Hepatitis oder Herzinsuffizienz.

Fehlendes Bewusstsein

Entscheidend sind ebenfalls soziale Faktoren wie Einsamkeit, Depression, eingeschränkte Einkaufsmöglichkeiten oder Demenz. Aber selbst in Krankenhäusern fehlt oft das Bewusstsein: Das Klinikpersonal kontrolliert und dokumentiert nicht routinemäßig den Ernährungszustand (Gewicht, Gewichtsverlust, Appetit). Dabei können selbst Übergewichtige an massiver Mangelernährung leiden. Im Bereich der Onkologie fehlt zudem oftmals  das Wissen um die richtige Ernährung für Krebspatienten.

Betroffene können jedoch bereits selbst der Mangelernährung entgegenwirken.

Die Folgen einer Malnutrition spüren Betroffene unterschiedlich: Muskeln schwinden, die Sturzgefahr mit Knochenbrüchen steigt, Antriebslosigkeit, geschwächtes Abwehrsystem und erhöhtes Infektionsrisiko durch Mangel an Vitaminen und Spurenelementen, Wundheilungsstörungen und eine allgemein erhöhte Komplikationsrate bei Erkrankungen.

Gleichzeitig steigen die Kosten im Gesundheitswesen durch vermehrte Klinikaufenthalte und erhöhten Pflegebedarf.

Mehr Freude am Essen

Betroffene können jedoch bereits selbst der Mangelernährung entgegenwirken.

Auch medizinische Trinknahrung auf Basis natürlicher Lebensmittel ist eine gute Alternative.

Zuerst kommt der Arzt ins Spiel: Mit ihm sollte ein individueller Ernährungsplan besprochen werden. Er kann ermitteln, welche Nährstoffe in welchem Umfang fehlen. Danach richtet sich der spätere Speiseplan.

Zu empfehlen ist bei ihm einfach mehr Freude beim Essen: mit Ritualen wie Kaffee und Kuchen, kalorienreichen Zwischenmahlzeiten, kleinen Portionen, die den Schluckvorgang erleichtern, abwechslungsreicher Nahrung aus verschiedenen Lebensmittelgruppen und idealerweise zusammen mit anderen
Menschen.

Aber auch medizinische Trinknahrung auf Basis natürlicher Lebensmittel ist eine gute Alternative: Sie enthält alle lebensnotwendigen Nähr- und Vitalstoffe. Trinknahrungen stehen in süßen und herzhaften Geschmacksvarianten zur Verfügung. Herzhafte Trinknahrungen können erwärmt (Suppe!) und je nach Geschmack gewürzt werden. Trinknahrungen können vom Arzt verordnet werden.

Jeder Mensch hat seinen individuellen Geschmack. Diesen gilt es zu berücksichtigen. Im Folgenden finden Sie einige Rezeptvorschläge, die Trinknahrung noch schmackhafter machen, damit Sie einfach ansprechende Mahlzeiten nach Ihren Vorlieben zubereiten können.

 

Heiße Süppchen

Zwei heiße Süppchen aus HiPP mit Huhn & Karotte oder mit Kürbis & Karotte

Zutaten

• 0,2 l HiPP Trinknahrung mit Huhn & Karotte oder HiPP Trinknahrung mit Kürbis & Karotte
• 0,15 l HiPP reiner Karottensaft
• ca. 5 g frischer Ingwer
• Salz, Pfeffer, Curry
• 1 Zwiebel in kleinen Würfeln
• 20 g Butter zum Anschwitzen

Zubereitung

Zwiebel in Butter anschwitzen, den kleingewürfelten Ingwer und Knoblauch dazugeben, dann das Ganze mit Curry bestäuben. Mit HiPP mit Huhn & Karotte oder HiPP mit Kürbis & Karotte (vegetarisch) und dem Karottensaft ablöschen und kurz erhitzen (max. 70 °C). Die Suppe schön schaumig aufmixen und mit Salz und Pfeffer abschmecken – fertig!

Guten Appetit!

Milder Grießbrei

Milder Grießbrei aus HiPP mit Milch, Apfel & Birne

Zutaten

• 0,2 l HiPP Trinknahrung Milch mit Apfel & Birne
• 1 Prise Salz
• 1 EL Zucker oder ½ Päckchen Vanillezucker
• 30 g Gries
• 1 Messerspitze Zimt

Zubereitung

Trinknahrung „Milch mit Apfel & Birne“, Salz, Zucker und Zimt in einem Topf vermischen und bis max. 70 °C erhitzen, Topf vom Herd nehmen, Gries einstreuen und unter Rühren ca. 6 –7 Minuten quellen lassen. In Dessertschalen einfüllen – fertig!

Guten Appetit!

Penne Rigate

Penne Rigate in HiPP mit Huhn, Tomaten & Fenchel Gemüse

Zutaten (für zwei Personen)

• 50 g Zwiebel in kleinen Würfeln
• 100 g Tomatenwürfel
• 0,2 l HiPP Trinknahrung mit Huhn, Tomaten & Fenchelgemüse
• 10 g Butter zum Anschwitzen
• 120 g Nudeln z.B. Penne Rigate
• 5 g Butter zum Schwenken
• 20 g Parmesan
• Salz, Pfeffer, Knoblauch, Petersilie gehackt

Zubereitung

Zwiebel in Butter anschwitzen, Tomatenwürfel dazu geben und mit HiPP mit Huhn, Tomaten & Fenchelgemüse auffüllen. Das Ganze nur kurz erhitzen (bis max. 70 °C), fein pürieren und mit Salz, Pfeffer und Knoblauch abschmecken. Penne in Salzwasser kochen, Petersiliekurz in Butter schwenken und die Sauce darüber geben. Mit Petersilie und Parmesan bestreuen – fertig!

Guten Appetit!

<
1
2
3
/
3
>