Technisches Spielzeug oder Technologie mit Mehrwert? Was sich hinter dem Begriff Wearables und den entsprechenden Geräten verbirgt, wissen derzeit nur die wenigsten. Das belegt eine aktuelle Umfrage von TNS Infratest und dem Bundesverband der Hörgeräte-Industrie (BVHI). Und das, obwohl die kleinen Alleskönner erheblich dazu beitragen können, die Lebensqualität zu verbessern, indem sie Gesundheitsdaten messen oder sich mit Geräten der Unterhaltungselektronik verbinden und so erheblichen Mehrwert bieten.

Am Körper tragbare Elektronikgeräte

Gibt man „Wearables“ auf Google ein, stellt man schnell fest, dass mittlerweile viele namhafte Hersteller Produkte, die in diese Kategorie fallen, auf den Markt gebracht haben oder gerade daran arbeiten. Fitnessbänder, Smartwatch oder Datenbrille – als Wearables gelten meist technische Geräte, die direkt am Körper getragen werden und in der Regel mit Sensoren und Displays ausgestattet sind. Dank ihrer Features liefern sie hilfreiche Informationen an ihre Träger. Sie sind beispielsweise am Handgelenk befestigt und bieten Sonderfunktionen wie Pulsmessung oder die Möglichkeit, über das Smartphone zu telefonieren.

Ob zur Unterstützung im Beruf oder durch die Fitnessfunktionen als medizinisches Hilfsmittel – die Industrie steht derzeit noch vor der Herausforderung, Wearables und deren Nutzen zu vermarkten. Denn auf die Frage nach den Voraussetzungen für eine Anschaffung eines solchen Gerätes antworten fast die Hälfte der Befragten der BVHI-Umfrage, dass Wearables im Alltag und im Beruf Nutzen bereiten oder die Lebensqualität im Ganzen verbessern müssen.

Moderne Alleskönner im Ohr

Genau diese Anforderungen erfüllen moderne Hörsysteme. Sie lassen sich nahtlos am Körper tragen, ermöglichen über Drahtlosverbindung eine Vernetzung mit Geräten der Unterhaltungselektronik und erhöhen so die Kommunikationsfähigkeit von Menschen, die nicht mehr optimal hören. Dadurch erleichtern sie deren Alltag erheblich.

Die zusätzlichen Features der modernen Hörsysteme gehen weit über ihre primäre Funktion hinaus – die reine Angleichung des Hörvermögens. Neben Störgeräuschunterdrückung, Lautstärkeregelung und integriertem Mikrofon verfügen die Systeme über eine Anbindung an elektronische Geräte via Wireless-Technologien. So können Nutzer beispielsweise direkt über das Hörsystem telefonieren, Musik hören oder wichtige Audio-Informationen empfangen. Damit wird die Lebensqualität nicht nur in alltäglichen Situationen gesteigert, sondern es werden auch neue Anwendungsszenarien in Beruf und Freizeit geschaffen.

Bessere Lebensqualität

Daher können Hörsystemnutzer bereits heute in der einen Sekunde über das Gerät Fernsehen schauen und in der anderen einen Telefonanruf auf dem Smartphone annehmen – ohne dies überhaupt aus der Tasche holen zu müssen. Und genau darauf legen Anwender den größten Wert. So zeigt die Umfrage des BVHI, dass die  Anbindung an Geräte der Unterhaltungselektronik neben der Übertragung von Telefonanrufen die wichtigste Funktionen von Wearables ist und Verbraucher am ehesten dazu bewegt, sich ein solches anzuschaffen. Kein Wunder, denn dank Wireless-Technologie lässt sich die Lebensqualität mit modernen Hörsystemen in alltäglichen Situationen erheblich steigern und darüber hinaus werden zusätzliche Anwendungsmöglichkeiten geschaffen.

Winzige High-Tech Computer

Dies funktioniert mit der Near Field Magnetic Induction Technology (NFMI) oder per Funkübertragung, gegebenenfalls in Kombination mit Bluetooth. Durch die neue Möglichkeit der drahtlosen Anbindung von Audioquellen ist es jetzt möglich, diverse Endgeräte parallel an die Hörsysteme anzuschließen und zu nutzen.

So kann man auf dem Sofa sitzend den Fernsehton hören. Wenn das Festnetztelefon in der Küche klingelt, ist der Klingelton in den Hörsystemen hörbar. Ohne vom Sofa aufstehen zu müssen kann somit telefoniert werden. Ist das Gespräch beendet, sieht man einfach weiter fern. Klingelt in der Folge noch das Mobiltelefon, welches in der Jacke auf dem Flur hängt, kann wieder ohne aufzustehen das Gespräch angenommen werden.

Auf Wunsch lassen sich diverse Funktionen auch noch über das Smartphone oder eine entsprechende App steuern. Zudem können die Hörsysteme auch untereinander kommunizieren und sind damit nicht mehr nur passive Geräte, sondern agieren auch aktiv.

Garantiert up to date!

Wie die Umfrage des BVHI zeigt, geht jeder zweite Befragte davon aus, dass das Image von Hörsystemen als Wearable zum Abbau von Vorurteilen gegenüber Hörsystemen führen wird. Denn eine immer größere Verbreitung von Wearables wird künftig dafür sorgen, dass es normal sein wird, etwas im Ohr zu tragen. Zudem sind die modernen Systeme stylisch und können nicht nur im, sondern auch hinter dem Ohr getragen werden. So bleiben auch Menschen, die nicht mehr optimal hören, immer up to date.

Weitere Informationen zu Wearables sind hier zu finden.