Wenn das Zeitunglesen immer anstrengender wird, weil die kleine Schrift nur noch schwer zu entziffern ist, dann macht sich allmählich eine Alterssichtigkeit bemerkbar. Dieser kann aber mit einer Lesebrille oder auch speziell angefertigten Modellen für den Arbeitsplatz entgegengewirkt werden.

Neben der Alterssichtigkeit gibt es aber auch viele schwere Augenerkrankungen, die im Alter auftreten. Um diese frühzeitig zu erkennen ist es ratsam ab dem 40. Lebensjahr regelmäßig für eine Vorsorgeuntersuchung zum Augenarzt zu gehen – auch ohne Beschwerden.

Viele Augenkrankheiten werden nach wie vor zu spät diagnostiziert. Jeder Zweite von den 52- bis 64-Jährigen in Deutschland hat einen Grauen Star ohne davon zu wissen. Von den 65- bis 75-Jährigen ist nahezu jeder betroffen und nur jeder Zweite bemerkt die schleichende Sehstörung.

Dank moderner Diagnose- und Therapiemöglichkeiten sind viele Augenkrankheiten, die früher nicht heilbar waren mittlerweile sehr gut behandelbar, wenn sie frühzeitig diagnostiziert werden. Dazu gehören unter anderem die altersbedingte Makuladegeneration und das Glaukom.

Durchblick verschaffen:


 Mehr als 93 Prozent der Menschen im Alter über 60 Jahre sind auf eine Sehhilfe angewiesen.

Bis 2030 werden über 12.000.000 Menschen in Deutschland an Katarakt erkrankt sein. Damit zählt der Graue Star zu den am häufigsten auftretenden Augenkrankheiten.

Mittlerweile sind über 40 Prozent der Patienten beim Augenarzt 70 Jahre oder älter.

Rund 5.800 ambulant tätige Augenärzte stehen einer deutlich steigenden Anzahl Augenkrankheiten gegenüber.

Von 1997 bis 2010 nahm die Zahl der Glaukompatienten in den Augenarztpraxen um 55 Prozent zu.

Es ist mit 7.700.000 zusätzlichen Behandlungsfällen bis zum Jahr 2030 aufgrund altersbedingter Augenkrankheiten zu rechnen.