Herr Meyer, bitte vervollständigen Sie diesen Satz: Schokolade ist besser als ihr Ruf, weil…

...in ihr wertvolle Stoffe schlummern, denen positive Effekte auf den menschlichen Organismus – wie beispielsweise auf den Blutdruck und das Herz-Kreislaufsystem – nachgesagt werden. Zudem ist sie erwiesenermaßen ein passabler Seelentröster und kann die Konzentration von Stresshormonen senken. Dies belegt unter anderem eine aktuelle Studie eines großen Schweizer Lebensmittelkonzerns.  

Warum ist Bitterschokolade nicht ungesund?

Mit dem Kakaogehalt einer Schokolade steigt ihre „gesundheitliche“ Wertigkeit. Hier gilt generell die Formel: je höher der Kakaoanteil, desto höher die Konzentration an sekundären Pflanzenwirkstoffen, den Flavanolen. Diese Stoffe haben zur Eigenschaft, den Blutdruck und Cholesterinspiegel zu senken. Darüber hinaus sollen sie den Alterungsprozess verzögern, indem sie die Hautstruktur verbessern und die Durchblutung fördern. Besonders interessant wird es, wenn in der Bitterschokolade zusätzlich vitaminreiche Früchte verarbeitet werden, wie zum Beispiel Cranberries. Diese werden in der Forschung als ein wirksamer Blasenschutz erachtet.

Und nicht zu vergessen: Dunkle Schokolade enthält grundsätzlich weniger Zucker als Vollmilchschokolade. Ein hoher Kakaoanteil lässt somit auf einen geringen Zuckeranteil schließen.

Wie kann Schokolade der Gesundheit förderlich sein?

Im Grunde liefert auch Schokolade wichtige Energie, die man zum Leben braucht. Dass Schokolade das Belohnungssystem im Gehirn aktiviert und hierdurch die Ausschüttung von Glückshormonen bewirkt, ist ausreichend belegt. Und wir alle wissen: Ist die Seele gesund, freut sich der Körper.

Aufgrund der zahlreichen positiven Inhaltsstoffe darf Schokolade durchaus als eine der wertigsten Süßwaren betrachtet werden.

Bitte geben Sie dem Leser Tipps zum richtigen Schokoladenkonsum.

Wie jedes andere Genussmittel ist Schokolade keinesfalls schädlich, wenn sie in Maßen und mit Bedacht genossen wird. Wir sprechen hierbei gerne von „bewusstem Konsum“. Im Grunde ist es wie bei einem Rotwein, der die selben positiven Wirkstoffe wie eine Bitterschokolade enthält. Neben dem Glas am Abend dürfen auch ein bis zwei Stückchen Schokolade ohne Bedenken genossen werden.

Allerdings muss man hierbei grundsätzlich immer die gesamte Physis des Menschen betrachten. Ist ein Mensch sehr aktiv, verbrennt er mehr Fett. Sein Körper kann somit mehr Schokolade verarbeiten.

Was ist Ihre persönliche Lieblingssorte?

Da kann ich mich eigentlich gar nicht genau festlegen – das variiert je nach Stimmungslage. Momentan steht bei mir unsere „Edel Bitter Cranberry“ hoch im Kurs. Die Symbiose aus süßer Fruchtigkeit und der charaktervollen Herbe des Kakaos hat mich schon immer begeistert.