Smart Home – so heißt sie bekanntlich, die Zukunft in den eigenen vier Wänden. Dabei erhöhen vernetzte und fernsteuerbare Geräte und Systeme die Wohn- und Lebensqualität. Ähnliche autonome Assistenzsysteme kennt der Verbraucher bereits aus der Automobilbranche. Aber auch älteren Menschen wird damit künftig ermöglicht, ihr Leben weitgehend selbstbestimmt zu Hause zu gestalten. Einige technische Helfer haben sich längst etabliert. Dazu zählen Treppenlifte, private Aufzüge, altersgerechte Displays, Fernsteuerungen für elektrische Geräte, Haltegriffe im Bad oder höhenverstellbare Anrichten in der Küche.

Noch etwas futuristischer klingen Forschungen, in die bereits das Bundesministerium für Bildung und Forschung investiert. So enthält zum Beispiel ein Bewegungssessel bestimmte Assistenzsysteme, die Daten empfangen können und Vitalparameter messen. Dafür gibt es Sensor-Aktor-Systeme in mechanischen Armmodulen, mit denen verschiedene Spielformen am TV gesteuert werden. Hilfreich ist auch eine elektronische Pflegeakte, die jeder direkt in der Wohnung des Pflegebedürftigen bearbeiten kann. So entsteht aus den fragmentierten Blickwinkeln der einzelnen Pflegenden ein möglichst umfassendes Gesamtbild über das tägliche Leben des Kranken.

Ein intelligenter Fußboden wiederum kann dank einer Vielzahl von integrierten Sensoren die Position und das Bewegungsverhalten von Personen erkennen und analysieren. Möglich wird dadurch auch das automatische Anschalten des Lichts, sobald nachts jemand im Zimmer den Boden betritt. Gefährliche Geräte werden bei dem Verlassen der Wohnung abgeschaltet. Nach ähnlichem Prinzip arbeiten Ultrabreitband-Sensoren. Sie können kontinuierlich Vitaldaten wie beispielsweise Atemfrequenz oder Herzfrequenz oder die aktuelle Position von Personen in der Wohnung überprüfen. Der Clou: Damit die Senioren sich nicht durch die Technik behindert fühlen, werden die Messgeräte in den Wänden installiert. Smarter geht es nun wirklich nicht.